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Die Grachten (Kanäle) Amsterdams

Die Grachten sind ein typischer Bestandteil der Stadt, weshalb Amsterdam auch oft als „Venedig des Nordens“ bezeichnet wird.

Wenn man Amsterdam besucht, sollte man darauf gefasst sein, ständig von Wasser umgeben zu sein. Nicht nur daß die Stadt am Meer liegt, ist sie auch mit vielen Grachten (Gracht bedeutet soviel wie Kanal oder Wassergraben) durchzogen. Auf einer Länge von über 80 km durchziehen sie die Stadt und waren früher dazu gedacht, den Warenverkehr in der Stadt zu erleichtern. Heutzutage ist der Warenverkehr in den Hintergrund getreten und zig Touristenboote und Hausboote bevölkern die Grachten.

Die Grachten zählen seit 2010 zum Weltkulturerbe der UNESCO und werden von unzähligen Brücken überspannt. Diese sind besonders bei Nacht, wenn diese mit tausenden Glühlampen beleuchtet sind, ein beliebtes Fotomotiv der Amsterdam-Besucher, besonders die Magere Brug ist bei den Fotografen sehr populär.

Die schönsten Grachten

  • Herengracht (Herrengraben): Sie gehört zu den 3 innersten Kanälen des Grachtengürtels und führt konzentrisch um die Altstadt Amsterdams. Zu den bekanntesten Baudenkmälern gehört der Goldene Bogen (Gouden Bocht). Hier entstanden die barocken Stadtpaläste der reichsten Familien der Stadt. Herengracht
  • Prinsengracht (Prinzengraben): Sie ist die äußerste des Amsterdamer Grachtengürtels. Auch hier stehen historische Häuser reicher Kaufleute, allerdings nicht so Prächtige wie in der Herengracht. Auch das Anne-Frank-Haus ist hier zu finden.

  • Keizersgracht (Kaisergraben): Sie ist die mittlere und dritte Gracht des Amsterdamer Grachtengürtels. Auch hier findet man prächtige barocke Grachtenhäuser. Ein weiteres bekanntes Bauwerk an der Keizersgracht ist die Westerkerk.

    Keizersgracht Amsterdam

    © NBTC

  • Singel: Sie ist die Älteste in Amsterdam und wird unter anderem mit der Torensluis-Brücke überspannt, welche aus dem Jahr 1648 stammt und die älteste erhaltene Bogenbrücke Amsterdams ist. Bekannt ist die Singel unter anderem für ihren Bloemenmarkt (Blumenmarkt), der seit 1862 hier abgehalten wird.

  • Brouwersgracht (Brauerei an der Gracht): Wie der Name schon sagt, waren hier früher zahlreiche Brauereien angesiedelt. Sie verbindet die Singel und die Singelgracht und gehört ebenfalls zum Grachtengürtel. Sie bildet die nördliche Grenze des Stadtteil Jordaan. Die Brouwersgracht wird von vielen malerischen Brücken überspannt und wird von zahlreichen Hausbooten bevölkert.

    Brouwersgracht Amsterdam

    © NBTC

Geschichte

1612 wurde mit dem  Bau des Grachtengürtel begonnen, um die Stadtgrenzen zu erweitern und den Zuwanderern aus aller Herren Länder Platz zu bieten. Der Grachtengürtel war allerdings für die wohlhabenden Bewohner der Stadt vorgesehen. Die Grachten dienten hauptsächlich als Transportweg und Verteidigungslinie und das Wasser war in der Gründerzeit sehr sauber und konnte sogar zum Bier brauen verwendet werden. Später wurden sie auch als Kanalisation verwendet und man kann sich vorstellen, daß die Geruchsbelästigung in warmen Sommermonaten dadurch enorm war. Ende des 17. Jahrhunderts verbesserte sich die Situation durch Anlegen von Schleusen und seit 1872 sorgte eine Pumpstation für die wöchentliche Erneuerung des Wassers.

Auffrischung des Wassers

Bis ins 19. Jahrhundert waren die Grachten mit dem offenen Meer verbunden und mit Ebbe und Flut wurde das Wasser viermal täglich ausgetauscht und aller Unrat und Fäkalien wurden entsorgt. 1872 wurden ein Schleusendamm gebaut, um die Stadt vor Hochwasser zu schützen. Somit konnte auch der Austausch des Wassers gesteuert werden. Ein gigantisches Schöpfwerk pumpte alle 24 Stunden rund 600.000 Kubikmeter in die Grachten und über 2 Schleusen im Westen strömte das Wasser wieder ab und nahm den Unrat der Einwohner Amsterdams mit. Es dauerte ca. 1 Woche bis auf diese Weise das gesamte Wasser der Amsterdam Grachten einmal ausgetauscht wurde. Heute hat Amsterdam eine innerstädtische Kanalisation und das Grachtenwasser muß nur noch ein- bis zweimal die Woche aufgefrischt werden.

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Aktualisiert von Hostel Amsterdam am 16. September 2016