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Leidseplein – Unterhaltung pur

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Mit einem vielfältigen kulturellen Angebot zieht das Viertel um den Leidseplein in Amsterdam nicht nur Touristen, sondern auch viele Einheimische an. Straßencafés, Bars, Theater, Konzertsäle: Zu jeder Tages- und Jahreszeit pulsiert in diesem Viertel das Leben.

Geschichte des Platzes

Um der wachsenden Bevölkerungszahl gerecht zu werden, beschloss der Bürgermeister zum Beginn des 17. Jahrhunderts eine Erweiterung der mittelalterlichen Stadtgrenze. Innerhalb von 40 Jahren Bauzeit entstanden fünf Grachten, die parallel zur alten Stadtgrenze verliefen und somit konzentrische Halbkreise um den mittelalterlichen Stadtkern bildeten. Der Leidseplein befindet sich am Rand dieser Stadterweiterung aus dem 17. Jahrhundert und diente damals den Bauern aus dem Umland zum Abstellen ihrer Pferdewagen. Bis 1862 stand zwischen dem Platz und der äußersten Gracht eins der acht Stadttore Amsterdams: das Leidsepoort. Dieser Namen begründet auch den heutigen Namen Leidseplein. Bereits 1955 eröffnet in dem Viertel eine Diskothek, die sich an ein homosexuelles Publikum richtete – zu diesem Zeitpunkt einzigartig in Europa. Außerdem trafen sich auf diesem Platz die Jugendlichen der aufkeimenden Subkultur in den 1960er-Jahren, was ihnen den Namen Leidsepleinjugend einbrachte.

Heutige Lage

Da die Stadt auch über die Grenzen der Stadterweiterung aus dem 17. Jahrhunderts hinauswuchs, befindet sich der Leidseplein heute am südöstlichen Rand der Innenstadt in der Nähe des bekannten Vondelparks. Am Leidseplein kreuzen die Straßenbahnlinie 2 und 5, die vom Hauptbahnhof Richtung Südosten fahren, die Linie 10, welche um den Grachtengürtel – parallel zur alten Stadtmauer – verläuft.

„Auf einen Kaffee oder ein Bier“

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„Bruine kroeg“ lässt sich als „braunes Café“ oder „braune Bar“ übersetzen und spielt auf die typische Inneneinrichtung aus dunklem Holz an. Diese Cafés stellen ein Stück Amsterdamer Kultur dar und bieten neben Getränken meistens auch eine Speisekarte. In der Korte Leidsedwarsstraat, die direkt vom Leidseplein abgeht, befindet sich das „Cafe Eijlders“: ein gemütlicher Ort, um auch mit Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Mit seiner eleganten Einrichtung im Stil des Art déco verspricht das Café Americain, das zum Amsterdam American Hotel gehört, eine kleine Zeitreise zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Sommer laden die Straßencafés direkt am Leidseplein Besucher zum Verweilen ein.

Oper, Theater, Tanz etc.

Das „Stadsschouwburg Amsterdam“ (Stadttheater) am Leidseplein beeindruckt mit einem vielfältigen Programm, das neben Theaterstücken auch Opern, Ballett sowie zeitgenössischen Tanz zeigt und somit ein internationales Publikum anzieht. Auch das Kunst- und Kulturzentrum „De Balie“ richtet sich mit Ausstellungen, Vorträgen, Diskussionen und Aufführungen an englischsprachige Besucher, die sich für aktuelle gesellschaftliche sowie politische Entwicklungen interessieren.

Livemusik

Im „Alto Jazz Café“ in der Korte Leidsedwarsstraat 115 steht jeden Abend Livemusik auf dem Programm, wobei sich frühzeitiges Erscheinen (Beginn 21 Uhr, kein Vorverkauf) empfiehlt, um einen Platz in der Nähe der kleinen Bühne zu ergattern. Ein überschaubares, aber sehr gemütliches Café, das einmalige Auftritte aus den Bereichen Jazz und Blues verspricht. In einem wunderschönen Backsteingebäude in der Weteringschans 6-8 verbirgt sich das Paradiso. Hier spielten u. a. schon die Rolling Stones, Metallica, The Police, Prince und Amy Winehouse. Durch die umlaufende Empore entsteht in diesem Konzertsaal eine einmalige, sehr intensive Atmosphäre, die das Paradiso bei Musikern und Publikum gleichermaßen beliebt macht. Das „Melkweg„, ein Kultur- und Multimediazentrum, befindet sich in Lijnbaansgracht 234a. In dem modernisierten Fabrikgebäude erwartet Besucher Popkultur in unterschiedlichen Formen: Livemusik (vor allem Rock), aber auch Ausstellungen und Kinovorstellung zum Thema Musik. Ein zentraler Anlaufpunkt für Informationen und Tickets stellt der „Ticketshop Uitburo“ direkt am Leidsplein dar, der ab 12 Uhr mittags sogar Restkarten zum halben Preis verkauft!

Clubbing

Im Club „Sugarfactory“ in der Lijnbaansgracht 238 tanzt die Masse zu Soul, Hip-Hop, House und Techno bis in die frühen Morgenstunden. Ein sehr ausgewähltes Publikum hingegen trifft sich zu eklektischem Hip-Hop und House im kosmopolitischen „Jimmy Woo“ in der Korte Leidsedwarsstraat 18: keine Turnschuhe, harte Tür. In derselben Straße befindet sich das „Club Up„, das mit klarem Sound, entspannter Atmosphäre und House bzw. Hip-Hop aus dem Underground überzeugt.

Das besondere Erlebnis

Die „Ultimate Party Pub Crawl“ stellt eine Tour durch die beliebtesten Kneipen dar, wobei Einheimische die Führung übernehmen!

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